Die Prinzipien der Jugendarbeit

Freiwilligkeit

Alle Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit werden von jungen Menschen in ihrer Freizeit wahrgenommen. Sie entscheiden selbst, ob sie ein Angebot wahrnemen wollen. Dieses Prinzip der Freiwilligkeit unterstützt die Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen wesentlich.

Partizipation

Partizipation ist aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds der offenen Kinder- und Jugendarbeit eine Selbstverständlichkeit der Arbeits- und Umgangsform mit jungen Menschen. So bestimmen Kinder und Jugendliche im großen Umfang innerhalb der Einrichtung mit und lernen so, ein hohes Maß an Verantwortung zu tragen. Darüber hinaus ermöglicht Partizipation Kindern und Jugendlichen, sich eigenverantwortlich in aktuelle politische Themen einzubringen.

Verbindlichkeit und Kontinuität

Um die notwendige Kontinuität und Professionalität gewährleisten zu können, braucht die offene Kinder- und Jugendarbeit bestimmte Rahmenbedingungen. Dazu gehören eine verlässliche und kontinuierliche Unterstützung von Seiten der Träger und politischen Verantwortlichen. Finanzielle Mittel müssen weiterhin ausreichend bereitgestellt werden, sodass professionelle Strukturen, fachlich ausgewiesenes Personal, sowie qualitativ hochwertige Angebote erhalten bleiben können.

Bedürfnisorientierung

Die offene Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich an den Bedürfnissen, Lebenslagen und Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen im Gemeinwesen. Ausgangspunkte bilden die sozialräumlichen Bezüge. Programme und Angebote setzen an den Wünschen, Interessen und Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen an. Durch die sich ständig verändernden Lebenswelten junger Menschen müssen Angebote situationsorientiert erfolgen und stets flexibel sein.

Offenheit

Kinder- und Jugendarbeit ist grundsätzlich offen für alle jungen Menschen, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung, religiöser Zugehörigkeit und Nationalität.

Persönlichkeits-entfaltung

Offene Kinder- und Jugendarbeit fördert durch ihre Angebote die Entwicklung von jungen Menschen zu eigenverantwortlichen und selbstständigen Persönlichkeiten

Vertrauen und Anonymität

Vertrauensschutz und Anonymität sind zu gewährleisten.Eine strikte Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Landesschutzgesetzes (LDSG). Hinzu kommen die Bestimmungen des § 203 Abs.1 Nr. 5 des Strafgesetzbuches (STGB) für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, die nur eine befugte Offenbarung von Daten bei Einwilligungen der Betroffenen erlauben.